Verleihung
des 4. Volvo SportsDesign Award zum Thema „EcoDesign – Form follows
Sustainability“ im Rahmen der ispo_winter 08
Über 300 namhafte
internationale Unternehmen und Designer hatten sich mit ihren Arbeiten um den
bedeutendsten Preis für SportsDesign mit innovativen Konzepten zum Thema EcoDesign
beworben. Im Namen der gesamten Jury lobte Andrej Kupetz, Geschäftsführer des
Rat für Formgebung, die "für einen Designpreis für Sportartikel ungewöhnliche
Vielfalt an Projekten und die Internationalität der eingereichten Arbeiten. Die
Sportbranche hat aus ökologischer Sicht sehr gute Entwicklung gemacht. Die
Botschaft des Themas EcoDesign wurde verstanden. Ökologie und Design werden in
Zukunft noch mehr auf der Agenda von Designern und Industrie
stehen.“
Am 08. Januar 08 traf sich die Jury des Volvo
SportsDesign Awards in dem inspirierenden und idyllischen Ambiente von Familie
Schweisfurth auf Gut Herrmannsdorf bei München. Die Experten mussten aus über
300 internationalen Einsendungen 35 Nominees in sieben Awardkategorien sowie die
Favoriten auswählen. Die Kriterien für ökologisches und nachhaltiges Design waren:
Funktionalität, Gestaltung, Innovationsgrad, Ergonomie, Form und Herstellung.
Material, Produktion, Distribution, Produktlebenszyklus, Wiederverwertbarkeit
und Nutzung.
Die Gewinner des Volvo SportsDesign Award 2008
„EcoDesign“
o
Outdoor Equipment: Nextec srl., OutDry® Membransystem zur
Wasserdichtung von Schuhen, Italien
o
Ski
Equipment: Grown Skis, Holzski, Deutschland
o
Board
Equipment: Amer-Salomon, Salomon Snowboards, SickStick, Frankreich
o
Apparel: Klättermusen, Einride Jacket, Schweden
o
Wheelers: Essedum, CycleCaddy Streitwagen, Deutschland
o
Accessoires: Plantaplast, BioGolfTee, Österreich
o
Concepts: Max Koriath, “schöner bootfahren”, Weissensee School of Art Berlin,
Deutschland
o
Sonderpreis „EcoBrand of the Year“: Patagonia, USA
Die Jury mit Experten aus den Bereichen
Design, Mode, Sport, Industrie und Umwelt:
o
Andrej Kupetz, Geschäftsführer des Rat für
Formgebung, Frankfurt
o
Gerrit Terstiege, Chefredakteur
„form“
o
Dr. Ali Ansari, Akademieleiter AMD, Akademie
Mode und Design, München
o
Dr. Kuno Prey, Designer und Professor und
Dekan an der Freien Universität Bozen, Italien
o
Reinhard Pascher, Geschäftsführer
Pascher+Heinz Sportsmarketing, München
o
Peter Waeber, Geschäftsführer bluesign
technologies AG, Schweiz
o
Ursula Tischner, Geschäftsführerin econcept,
Köln
o
Christian Hochfeld, Stellvertretender
Geschäftsführer Öko-Institut e.V., Freiburg
o
Mark Held, Geschäftsführer EOG Association for
Conservation, Schweiz
o
Christoph Ebert, Diplom-Sportwissenschaftler,
Lehrbeauftragter TU München
o
Petra Griesel, Community Manager, ispo
München
o
Tobias Gröber, Group Director, ispo München
o
Niklas Gustavsson, Director Environmental
Issues, Volvo Car Corporation Göteborg, Schweden
o
Jonathan Disley, Chefdesigner, Volvo Car
Corporation Göteborg, Schweden
o
Anna Rosen, Designer, Volvo Car Corporation
Göteborg, Schweden
Mit dem diesjährigen Award sind die Veranstalter zufrieden. "Der
Award war dieses Jahr schon allein aufgrund des Themas EcoDesign noch
anspruchsvoller als im vergangenen Jahr. Das Thema soll der Industrie auch einen
Push geben, eine noch größeres Angebot zu entwickeln. Über 300 Bewerbungen für
einen Award zum Thema Nachhaltigkeit und Design sind ein absoluter Rekord. Das
zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit für Sportartikelindustrie und SportsDesign
höchste Relevanz besitzt. Unser Angebot trifft in der Branche auf große Resonanz
", so Tobias Gröber, Leiter ispo München.
I. Katgorie Outdoor Equipment
Nextec srl., OutDry®, Membransystem zur
Wasserdichtung von Schuhen, Italien
Die italienische Firma Nextec Srl. hat mit dem
OutDry® Membransystem eine völlig neue Technologie für wasserfestes Schuhwerk
entwickelt. Die OutDry®-Membran wird durch eine patentierte
3D-Laminations-Technologie direkt mit dem Obermaterial verbunden. Die
3D-Technologie sorgt dafür, nachträglich kein teurer Innenschuh eingenäht und
angepasst werden muss. Die Membran wird nicht „flach“
(zweidimensional) auf das
Obermaterial laminiert, sondern in der 3D-Laminations-Maschine auf einen
(dreidimensionalen) Schuhleisten. Das Resultat ist eine perfekte Abdichtung mit
der Schuhoberseite.
OutDry® ist eine innovative
Membrantechnologie, die Wasserdichtung bei Schuhen ohne Einsatz von
Lösungsmittelklebstoffen ermöglicht. Mit OutDry® wird Nässe schon auf der
Oberfläche des Schuhs abgehalten und der effiziente Gebrauch von weniger
Material bringt zusätzlich eine bessere Wasserdichte mit sich. Der OutDry®
Laminierungsprozess basiert auf einer Heisskleber-Technologie. Es werden keine
Lösungsmittelklebstoffe herkömmlicher Verfahren verwendet, um Wasserfestigkeit
zu erreichen. Die direkte Verbindung des Obermaterial mit der wasserdichten
Membran bewirkt, dass Wasser schon ganz außen abgewiesen wird und nicht erst vom
Innenfutter. Der Schuh bleibt extrem trocken, auch zwischen Membran und
Obermaterial kann sich kein Wasser sammeln. Die OutDry® Membran ist extrem
atmungsaktiv, mit sehr guten Schweiß-Absorptions-Kapazitäten. OutDry® ist eine
Polyurethan-Membran, hydrophil und nicht mikroporös, hoch elastisch und sehr
unempfindlich gegen die Folgen von wiederholten Biegungen und Streckungen.
Herkömmliche Methoden für eine wasserfeste und atmungsaktive Funktion erfordern
eine Kombination aus vielen verschiedenen Membranmaterialien, chemischen
Substanzen und Bindemitteln. In den Raum zwischen dem sockenartigen wasserfesten
Innenschuh und dem Außenschuh kann Wasser eindringen. Der Schuh saugt die
Feuchtigkeit auf, wird schwer und feucht. Um dies zu verhindern wird in der
herkömmlichen Produktionsmethode das Obermaterial stark mit
perfluorsäurehaltigen Chemikalien imprägniert.
„Die Art wie wasserfeste und atmungsaktive
Schuhe in Kombination von dem innovativen OutDry® Membransystem zusammen mit der
3D-Laminations-Technologie umweltfreundlich hergestellt werden können wird die
Schuhindustrie revolutionieren“ erklärt Jonathan Disley, Jurymitglied und
Chefdesigner Volvo Car Corporation Göteborg. „Der Verzicht auf
Lösungsmittelklebstoffe und andere Chemikalien, die bei der herkömmlichen
Herstellung wasserdichter Schuhe verwendet werden, macht die OutDry® Technologie
zu einem klaren Gewinner“, ergänzt Jurymitglied und Umweltexpertin Professor
Ursula Tischner.
II. Ski Equipment
Grown Skis, Holzski, Deutschland
Die deutsche Firma Grown Skis produziert lokal
und benutzt einen extrem energiearmen Herstellungsprozess, bei dem zu 100
Prozent auf erneuerbare Energie zurückgegriffen wird. Grown Skis kombiniert
traditionelle Handarbeit mit modernen Entwicklungsmethoden, die den Gebrauch von
nicht-natürlichen Materialien verringern. Gleichzeitig ist die Produktion von
Höchstleistungs-Freeride-Skis möglich. Grown Skis verwenden so wenig Karbon wie
möglich, verzichten auf Fiberglas, Plastik Top Sheets, Seitenränder oder
Beschichtungen mit Aufdruck oder Lack.
Grown Skis kombiniert Holz mit dem
High-Techmaterial Karbon in einem zeitlosen, puren und schlichten Design, mit
einem hölzernen geöltem Top Sheet. 80 Prozent des Skis ist aus heimisch
angebautem und produziertem Holz. In einem Recyclingprogramm werden alte Ski
wiederverwertet, indem aus ihnen Bettgestelle gemacht werden Die dabei
anfallenden Holzspäne werden zu Skiclips weiterverwertet. In der
Distribution arbeitet das
Unternehmen mit nachhaltig agierenden Skigebieten zusammen. Grown Skis minimiert
den ökologischen Fußabdruck durch Reduktion auf das Wesentliche und Maximierung
des Fahrvergnügens durch Konzentration auf Höchstleistung.
„Dieses Produkt ist ein echtes Statement. Die
Entwicklung von Skis ging in den letzten Jahrzehnten immer weiter in Richtung
Hightech in punkto Technologie und Materialien. Dieser Holzski von Grown ist
eine Wiederentdeckung und Rückbesinnung auf die Qualität der klassischen
Materialien aus nachwachsenden Ressourcen aus denen früher Ski hergestellt
wurden“, erklärt Andrej Kupetz, Geschäftsführer des Rat für Formgebung. „Die
nachhaltige Herstellungsweise von Grown Skis sollte richtungsweisend für die
gesamte Skiindustrie sein.“
III. Board Equipment
Amer-Salomon, Salomon Snowboards, SickStick,
Frankreich
Das SickStick von Salomon Snowboards
reflektiert Markenphilosophie von Salomon und Wolle Nyvelts Geländefahrstil,
Mitglied des Salomon Snowboardteam: „Ignoriere die bestehenden klassischen
Grenzen, nimm das Beste von Allem und verfeinere es mit deinem Style.“ Dies wird
begleitet mit dem Prinzip Nachhaltigkeit. Die nachhaltige Konstruktion des
SickStick ist Ergebnis eines dreijährigen Entwicklungsprozesses. Ziel war es,
die Produktleistung zu verbessern und dabei den ökologischen Fußabdruck in der
Snowboardproduktion signifikant zu verringern. Salomon setzt mit dem SickStick
(Backcountry Kicker Bord) auf Bambus als Werkstoff. Bambus ist die schnellstwachsendste Pflanze der Welt, absorbiert mehr C02 und produziert mehr Sauerstoff als die meisten anderen Pflanzen der
Erde.
Das SickStick besteht aus einem Bambusholzkern, der wiederverwertbar
ist.
Für das Topsheet
wird so deutlich weniger Acryl, Plastik, Glasfasern und Epoxidharz
benötigt.
Auch in den
Seitenwangen können durch die Verwendung des Bambusmaterials Acrylharze
eingespart werden.
In jedem Board ersetzen 400 Gramm Bambus die Menge von 300 Gramm Plastik, 100
Gramm Kunstharz und
200 Gramm Fiberglas.
Ausgeliefert wird das SickStick in einer Baumwoll-Bambus-Hülle anstelle von
PVC-Hüllen. Die Anhängeschilder sind aus recyceltem bedrucktem Papier und
ersetzen die bisherigen laminierten Sticker. Die Boards sind bei gleicher Stabilität und
gleichem Flex um mehr als 10 Prozent robuster.
„Die einzigartige Kombination von Design und
verwendetem Material macht das SickStick Snowboard zu einem klaren Gewinner in
der Kategorie Boards. 400 Gramm Bambus ersetzen alleine schon 300 Gramm Plastik.
Es kommt auch weniger Kunstharz und Fiberglas zum Einsatz. Das Sickstick ist ein
echtes Vorzeigeprodukt für die Branche“, erklärt Jurymitglied und Umweltexpertin
Professor Ursula Tischner.
IV. Apparel
Klättermusen, Einride Jackets,
Schweden
Klättermusen ist ein kleines schwedisches
Unternehmen, das sich stark in Umweltfragen engagiert und konsequent Herstellung
und Design nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit abstimmt. Die Etaproof-Baumwolle
in den Einride Jackets ist aus organischer Baumwolle hergestellt,
die nach EU
Umweltrichtlinien angebaut und von der unabhängigen Organisation Skal
international kontrolliert wird. Durch den Verzicht von Pestiziden, Insektiziden
und Kunstdünger beim Baumwollanbau wird das Ökosystem entlastet. Die Anbauer und
Baumwollernter sind weniger Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Die Fabrikate werden
in einem geschlossenen System gefärbt, um die Wasserverschmutzung durch
Chemikalien zu verhindern. Die wasserfeste Laminierung der Jacke ist frei von
Fluorcarbonen, Diese sondern Perfluoroctansäure ab. Neueste Untersuchungen
zeigen, dass diese hormonähnliche Substanz die Reproduktionsfähigkeit von
Tier und Mensch beeinträchtigt.
Die nominierte Jacke „Einride“ ist dicht aus
Baumwolle gewebt, äußerst windsicher und hält in leichtem Regen über Stunden
trocken. Wasserresistenz wird durch die Konstruktion erzielt - das Gewebe
schwillt an, wenn es nass wird. Asymmetrische, wasserabweisende
Reißverschlüsse bieten zusätzlichen Schutz. Die Jacke ist umwandelbar in eine
Bauchtasche. Ein Kompass und eine Pfeife befinden sich am Taillengürtel.
Klättermusen ist bestrebt
langlebige Produkte mit zeitlosen Farben und so haltbar wie möglich
herzustellen. Ab Sommer 2007 wird Klättermusen ein Prozent seiner Umsätze in
verschiedene Umweltprojekte investieren.
„Das Einride Jacket ist ein ehrliches,
puristisches, funktionales Produkt in sehr schönem zeitlosem Design. Es ist in
der Tat sehr skandinavisch und erfüllt mit seiner Herstellungsweise und den
verwendeten Materialien alle Anforderungen an EcoDesign und nachhaltige
Produktionsweise“, so Jurymitglied Jonathan Disley, Chefdesigner Volvo Car
Corporation Göteborg.
V. Wheelers
Essedum, CycleCaddy, Modell „StreitWagen“,
Deutschland
Eine sperrige Golftasche voll mit Schlägern,
Tees und anderem Equipment zwingt Golfer stets ein Auto zu benutzen um zum
ersehnten Grün zu gelangen. Diesen Gedanken zusammen mit dem Umweltaspekt im
Hinterkopf hat das junge deutsche Unternehmen Essedum genutzt und den einzigen
fahrradkompatiblen Golftrolley auf dem Markt entwickelt. Getreu dem Motto „You can’t get
faster to the first tee“ können Golfer jetzt ihrer Passion leicht per Fahrrad
nachgehen. Der CycleCaddy ist in erster Linie ein Trolley. Balance, Gewicht und
Handling dieses leichtgängigen Alu-Trolleys sind vor allem auf die Bedürfnisse
im Handbetrieb abgestimmt. Der zerlegbare Rahmen aus oversized Aluminiumrohr,
das auch bei hochwertigen Mountainbikes verbaut wird, bringt bei extremer
Stabilität lediglich 4,3 kg auf die Waage.
Die für die Fahrradfunktion notwendige
ausziehbare Deichsel überzeugt auch im Handbetrieb mit Vorteilen. Egal mit
wieviel Gepäck Sie auf die Runde gehen, durch die ausziehbare Deichsel lässt
sich der CycleCaddy immer perfekt austarieren.
Es gibt viele Fahrradträger, keiner eignet
sich als Golftrolley. Und es gibt viele Golftrolleys, aber keiner lässt sich an
einem Fahrrad befestigen. Die Idee beide Funktionen miteinander zu vereinbaren
war die Herausforderung: Ein Golftrolley muss leicht und einfach im Handling
sein. Ein Fahrradträger muss höheren Geschwindigkeiten widerstehen und stabil
sein. Das Produktdesign muss für beide Funktionen – Gehen und Fahren - optimal
abgestimmt sein. Sowohl als Golftrolley als auch als Fahrradträger, der
Streitwagen von Essedum deckt beide Bereiche vorteilhaft ab.
„Auf dem Fahrrad zusammen mit dem
Golfequipment zum Golfplatz zu fahren und dann den CycleCaddy auf dem Platz als
Golftrolley zu nutzen ist ein ungewöhnliches und extrem umweltfreundliches
Konzept, das den Preis in dieser Kategorie absolut verdient“, begründet
Jurymitglied Jonathan Disley, Chefdesigner Volvo Car Corporation Göteborg die
Jury-Entscheidung.
VI. Accessories
Plantaplast, BioGolfTee,
Österreich
Das österreichische Unternehmen Plantaplast
hat eine revolutionäre Idee im Golfbusiness in die Realität umgesetzt.
Plantaplast hat mit dem BioGolfTee den ersten zu Prozent biologisch abbaubaren
Golftee entwickelt, hergestellt aus rein natürlicher Weizenstärke in Verbindung
mit weiteren natürlichen Polymeren. Das Prinzip Nachhaltigkeit wird durch den
schnell nachwachsenden Rohstoff Weizen und die Entlastung der Umwelt durch die
biologische Abbaubarkeit gewährleistet. Die Tees sind in zwei Längen und sechs Farben
erhältlich. Die Farben für
die Tees sind umweltfreundlich. Auch die Spielfreude beim Golf wurde
berücksichtigt: BioGolfTees sind haltbarer als klassische Holz-Tees und
ermöglichen einen perfekten Abschlag. Jedes BioGolfTee kann mit
umweltfreundlichen Farben individuell bedruckt, personalisiert und individuell
gebrandet werden.
„Hier handelt es sich um eine sensationelle
und simple Idee: In Zukunft muss sich kein Golfspieler Gedanken mehr über
vergessene oder verlorene Golftees auf dem Golfplatz machen. Diese BioGolfTees
sind aus natürlicher Weizenstärke hergestellt, in 6-12 Wochen zu 100 Prozent im
Boden biologisch abbaubar und schaden so der Umwelt nicht“ erklärt Professor
Ursula Tischner, Jurymitglied und Umweltexpertin.
VII. Concepts
Max Koriath, „Schöner Bootfahren“, Weissensee
Kunsthochschule Berlin
Max Koriath, ein Student der Weissensee
Kunsthochschule in Berlin, hatte die Idee, ein gewöhnliches traditionelles
Material zu kombinieren mit einer Form, die normaler Weise bei industriell
hergestellten Produkten verwendet wird. Er hat ein hölzernes Boot mit einem
vollkommenen neuen Herstellungsprozess interpretiert.
Moderne Techniken und Herstellungsprozesse
können dabei helfen, Holzboote im Bootsbau attraktiver zu machen. Holzboote
haben ihren eigenen Charme. Als Material hat Holz viele Vorteile, vor allem im
Sinne der Nachhaltigkeit. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, voll
kompostierbar und weist
eine extrem positive Lebenszyklusbewertung (LCA) auf. Kaputte Teile können
leicht ersetzt werden. Der Produktionsprozess für Holzboote ist mit dem von
Fiberglas verstärkten Plastikbooten vergleichbar. Es handelt sich um ein Modul
Konzept, bei dem das Boot in Teilen und nicht im ganzen Stück hergestellt wird.
Es entstehen dabei keine chemischen Dämpfe und es gibt kein Gesundheitsrisiko
für die Arbeiter. Das Boot ist aus Buchenholz hergestellt, ein Holz das in
Deutschland und anderen Ländern wächst. Das Buchenholz wird in einem
industriellen Prozess verarbeitet, der eine dreidimensional gerundete
Freiformoberfläche möglich macht. Auf diese Art und Weise verarbeitet, könnte es
das herkömmliche fiberglasverstärkte Plastik ersetzen, das üblicherweise im
Bootsbau verwendet wird. Ein weiterer Prozess macht das Holz resistent gegenüber
Schimmelpilzen und macht es fahrbar auf Wasser. So werden die vorteilhaften
Eigenschaften von Holz erhalten und genutzt.
Sonderpreis „EcoBrand of the Year
2008“:Patagonia
"Der Volvo SportsDesign Award ist ein anerkanntes Aushängeschild der
internationalen Szene für Sportmode und Design. Patagonia gehört mit zu den
interessantesten Firmen in der Branche für Outdoorbekleidung und hat ein
ökologisch ausgerichtetes Firmenkonzept, das die Verringerung der
Umweltbelastung ganz klar vor eine um jeden Preis kostengünstige Produktion
stellt", begründet Jonathan Disley, Chefdesigner von Volvo Cars, Mitveranstalter
und Jurymitglied des Volvo SportsDesign Awards die Verleihung des Preises für
besondere Leistungen.
In den vergangenen 12 Monaten unterstützte
Patagonia weltweit Umweltschutzgruppen mit insgesamt 2,5 Millionen US Dollar.
Dieser Betrag entspricht der “Erdsteuer”, die Patagonia Gründer und Besitzer,
Yvon Chouinard, sich selbst auferlegt hat. Seit 1984 engagiert sich Patagonia im
Umweltschutz und fördert mit jährlich einem Prozent des Umsatzes weltweit
Projekte im Bereich Umwelt und Renaturierung. Im Rahmen des Programms sind
bisher mehr als 25 Millionen US Dollar von Patagonia für die Erhaltung und
Wiederherstellung der Umwelt investiert worden. Patagonias Engagement im
Umweltschutz war von Anfang an ein Grundpfeiler der Firmenphilosophie. Seit 10
Jahren verwendet Patagonia ausschließlich biologisch angebaute Baumwolle.
Gleichzeitig wurden andere Hersteller inspiriert und motiviert, dem Beispiel zu
folgen. Umweltbelastungen bei der Herstellung eines Artikels oder durch den
Anbau des dafür notwendigen Rohstoffs, durch Färbemittel und
Oberflächenbehandlung sollten so klein als nur irgend möglich sein.
Mittelfristiges Ziel ist es, alle Produkte recyceln zu können. Die
Designphilosophie von Patagonia wurde von einem Spruch des französischen
Fliegers und Autors Antoine de Saint-Exupéry abgeleitet: "Perfektion ist nicht
dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen, sondern dann, wenn es nichts
mehr weg zu nehmen gibt."
Weitere Informationen, Bildmaterial unter
www.ispo-sportsdesign.com.
Informationen zum VOLVO SportsDesign
AWARD
Im Jahr 2005 riefen die VOLVO Car Corporation
Göteborg und die ISPO München, weltgrößte Sportartikel- und Sportmode-Fachmesse,
den VOLVO SportsDesign AWARD ins Leben. Damit werden Produkte ausgezeichnet, die
sich entweder durch ihre Innovation oder durch ihr Design innerhalb der
Sportindustrie besonders hervorgetan haben. Der VOLVO SportsDesign AWARD hat
sich in der Zwischenzeit zu einer der begehrtesten Auszeichnungen für Industrie,
Designer und Studenten entwickelt. Der Preis wird dieses Jahr zum vierten Mal
verliehen. Für die Gewinner und nominierten Produkte gibt es eine speziell
konzipierte AWARD Ausstellung auf der ispo winter 08 und ispo sport & style
08. Jeder Gewinner erhält eine Award-Skulptur und eine doppelseitige
Präsentation des Produktes im VOLVO SportsDesign Award-Jahrbuch. Es ist geplant,
die Gewinnerprodukte auf den VOLVO SportsDesign-Ausstellungen wie z.B. bei den
Olympischen Spielen 2008 in Peking zu zeigen.