Das Atrium in der Neuen Messe München als Achse zwischen den Haupteingängen ist mit Bäumen, Rasen- und Wasserflächen ein wertvoller Erholungsort, eine Oase unter freiem Himmel mit Atmosphäre. Darüber hinaus hat das 73 Hektar große Gesamtgelände mit 125.000 m² Grünflächen einen Grünanteil von 17 Prozent. Im gesamten Messegelände sind mehr als 2.000 große Einzelbäume und 70.000 standortgerechte Sträucher und kleinere Bäume gepflanzt. Auch die Außenwände der Ausstellungshallen und viele Dächer sind begrünt. So dokumentiert sich die Neue Messe München als ein grüner Treffpunkt, der in seiner Verbindung von Architektur und Natur Standards setzt.
Sonnenenergie
Als bislang einziges Messegelände erzeugt die Neue Messe München mit der größten Photovoltaik-Dachanlage der Welt rund 2,7 Megawatt (MW) Strom pro Jahr. Die Messe München unterstreicht damit ihr Engagement beim Einsatz innovativer Umwelt-Technologien.
Neben den zwei bereits bestehenden Anlagen auf den 12 Dächern der Hallenreihen A und B aus den Jahren 1997 und 2002 wurde 2004 eine weitere Dachfläche der Gewinnung von Solarstrom gewidmet. Dieses von der EU geförderte Solarstromtestfeld auf dem Parkhaus West dient des Weiteren der Erforschung unterschiedlicher Solarzellen und Wechselrichter-Typen. Mit den drei Photovoltaik-Anlagen leistet die Messe München einen einmaligen Beitrag zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien und kann jährlich den Ausstoß von rund 3.300 Tonnen Kohlendioxid vermeiden, der bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen entstehen würde. Die Leistung der Anlage auf den B-Hallen und der umweltfreundlich erzeugte Strom aus dem Blockheizkraftwerk der Neuen Messe München können den Stromgrundbedarf des Geländes von rund 4 MW, der an Tagen ohne Messebetrieb benötigt wird, fast vollständig abdecken.
Dachfläche der Hallenreihen A, B und des Parkhauses: 149.000 m², davon werden rund 75.000 m2 photovoltaisch genutzt
Leistung eines Solarmoduls 130 Watt; Testmodule zwischen 55 und 220 Watt
Erdgas/Blockheizkraftwerk
Erdgas zählt zu den umweltfreundlichsten Primärenergien, die man momentan einsetzen kann. Deshalb ist es für uns keine Frage, sie intensiv zu nutzen. Die Neue Messe München verwendet Erdgas im Blockheizkraftwerk und allen weiteren Anlagen zur Wärmerzeugung.
Ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk versorgt die Westspange der Neuen Messe München mit Eingang West, ICM – Internationales Congress Center München und Messehaus. Es hat eine Stromleistung von 2,8 MW und eine Wärmeerzeugungsleistung von 3,6 MW. Auch beim Betrieb des Blockheizkraftwerks wurde besonders auf e-nergiesparende Aspekte geachtet. Die Gebäudeautomatisation ermöglicht eine wirtschaftliche Betriebsführung durch einen koordinierten und energieoptimierten Betrieb der Anlagen. Für die Hallen werden dezentrale Wärmeerzeugungs- und Kühlungsanlagen zur Vermeidung von Leitungsverlusten eingesetzt.
Regenwassernutzung
Zur Entlastung der Kanalisation wird das Regenwasser über ein weitverzweigtes Versickerungssystem – ein „Rigolen-System“ – direkt dem Grundwasser zugeführt. Teilweise wird das Regenwasser der Dachflächen in Speichern gesammelt und für die Nachspeisung der Messeseen genutzt.
Lärmschutz
Durch ein Lärmgutachten wurde ein Lärmpegel festgelegt, der die Bevölkerung schützt und dennoch einen reibungslosen Messebetrieb ermöglicht. So werden im Messefuhrpark der Neuen Messe München lärmgedämmte Fahrzeuge, zum Beispiel Gabelstapler oder Müllfahrzeuge eingesetzt.
Abfallvermeidung und -sortierung
Speziell für die Neue Messe München wurde ein Konzept entwickelt, das die Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Abfallverwertung umweltgerecht ermöglicht. Neben einem durchgängig standardisierten Netz von Wertstoffstationen hat das Gelände eine eigene Wertstoffsortieranlage neuesten technischen Standards.
Umschlagbahnhof
Der Transport von Gütern auf der Schiene ist nicht zuletzt aus ökologischen Gründen sinnvoll. Für den An- und Abtransport von Messegütern befindet sich in unmittelbarer Nähe des Messegeländes der modernste Umschlagbahnhof Deutschlands. Als zentraler Knotenpunkt im europäischen Netz verbindet er wichtige Wirtschaftsräume – und bietet eine umweltgerechte, sichere und zeitsparende Alternative zur Straße.